Wer im Bereich Gesundheit studieren möchte, wird sich wahrscheinlich für die Hochschule für Gesundheit in Bochum interessieren. Es gibt hier drei Fachrichtungen:

  • Angewandte Gesundheitswissenschaften
  • Community Health
  • Pflegewissenschaft

Die staatliche Hochschule bildet also keine Ärzte aus, sondern hat sich auf die anderen wichtigen Bereiche des Gesundheitssystems konzentriert.

Angewandte Gesundheitswissenschaften

Hinter dem Titel findet man wichtige Bereiche der Therapie. Hier werden Ergo-, Logo- und Physiotherapie unterrichtet. Ein weiteres Feld ist die Hebammenwissenschaft. Dieses Studium erstreckt sich über acht Semester, man schließt mit einem Bachelor ab. Teilnehmer sind dann in der Lage, als ausgebildete Hebammen vor, bei und nach der Geburt tätig zu sein. Natürlich hat man neben der theoretischen Ausbildung viele praktische Module im Krankenhaus.

Community Health

Dieser noch recht junge Studiengang beschäftigt sich mit den Gesundheitsstrukturen bestimmter sozialer Räume und Gruppen. Er ist aufgeteilt in Gesundheit und Diversität sowie Gesundheit und Daten, beschäftigt sich aber auch mit Gesundheit und Arbeit. Bei dem Studiengang Gesundheit und Diversität, der sechs Semester dauert, lernen die Studenten unter anderem Diversitätstheorien, Gesundheitspsychologie und Gesundheitswirtschaft.

Pflegewissenschaft

In diesem Fachbereich geht es um die Pflege kranker und schwacher Menschen. Die Studenten können einen reinen Pflegekurs machen, der aus 2.300 Stunden Praxis und Vorlesungen sowie Gruppenarbeiten besteht. Man lernt alle Pflegebereiche kennen und bekommt einen Einblick in die Planung sowie die wirtschaftlichen Grundlage der Pflege. Wenn man hier einen Bachelor gemacht hat, kann man auf jeder Pflegestelle anfangen, meistens wird man aber die Pflegeleitung oder Planung anvisieren.

Forschung an der HSG

Übrigens wird an der HSG auch geforscht. So gibt es ein Projekt, das Patienten mit chronisch unspezifischen Rückenschmerzen untersucht und versucht, sensomotorische Untersuchungstechniken herauszufinden und zu vergleichen.

Bei dem EPItect-Projekt geht es um die pflegerische Unterstützung von Menschen mit Epilepsie. Durch eine spezielle Ohrensensorik sollen Anfälle besser gezählt und dokumentiert werden.

Viele Forschungsprojekte werden in Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen und Instituten durchgeführt.